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Kaufmann/-frau - Einzelhandel

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Du berätst Kundinnen und Kunden, verkaufst Waren und steuerst Sortiment, Bestand und Verkaufsfläche. Mit zunehmender Erfahrung übernimmst du auch Einkauf, Kennzahlen und Verantwortung für einen Bereich.

Einzelhandel, Beratung & Waren

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.087 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Kunden beraten und Waren verkaufen

  • Produkte präsentieren und Verkaufsflächen pflegen

  • Waren bestellen, annehmen und kontrollieren

  • Kasse, Zahlungen und Reklamationen bearbeiten

  • Bestände und Verkaufszahlen auswerten

  • Aktionen, Sortimente und Personaleinsatz unterstützen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Kunden beraten und Waren verkaufen; Produkte präsentieren und Verkaufsflächen pflegen; Waren bestellen, annehmen und kontrollieren. Später kommen hinzu: Kasse, Zahlungen und Reklamationen bearbeiten; Bestände und Verkaufszahlen auswerten; Aktionen, Sortimente und Personaleinsatz unterstützen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Fachgeschäften, Kaufhäusern, Supermärkten, Filialunternehmen, Baumärkten, Modehäusern oder anderen Einzelhandelsbetrieben.

Ein Tag als Kaufmann/-frau - Einzelhandel

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:00 Uhr

    Warenannahme.

    Lieferschein prüfen, auspacken, in den Verkaufsraum bringen.

  2. 9:00 Uhr

    Laden öffnet.

    Regale auffüllen, Preise kontrollieren, erste Beratung.

  3. 11:00 Uhr

    Reklamation.

    Jemand ist unzufrieden, und du entscheidest im Rahmen dessen, was du darfst.

  4. 13:00 Uhr

    Bestellvorschlag durchgehen.

    Was zu viel liegt, bindet Geld; was fehlt, wird nicht verkauft.

  5. 15:00 Uhr

    Kassendienst in der Stoßzeit.

  6. 18:30 Uhr

    Kassenabschluss, Fläche aufräumen, für morgen vorbereiten.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung im Einzelhandel

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Deutsch, Wirtschaft/Recht, Mathematik, Informatik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Wahlqualifikationen

    Der Betrieb wählt passende Wahlqualifikationen. Dadurch kann die Ausbildung stärker auf Beratung, Warensteuerung, Führung oder digitalen Handel ausgerichtet sein.

    – Beratung von Kunden in komplexen Situationen

    – Beschaffung von Waren

    – Warenbestandssteuerung

    – Kaufmännische Steuerung und Kontrolle

    – Mitarbeiterführung und -entwicklung

    – Onlinehandel

  • Warenkunde und Kundenbedarf aufbauen
  • Verkaufsgespräche und Reklamationen führen
  • Waren beschaffen, lagern und präsentieren
  • Kassensysteme und Zahlungsprozesse bedienen
  • Kennzahlen und kaufmännische Steuerung anwenden
  • Marketingaktionen und E-Commerce unterstützen
  • Wahlqualifikationen passend zum Betrieb vertiefen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

1.087 €

2. Ausbildungsjahr

1.195 €

3. Ausbildungsjahr

1.328 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.300–2.700 € brutto im Monat

Mit Handelsfachwirt oder Filialleitung

ca. 3.000–4.200 € brutto im Monat

Der größte Unterschied liegt in der Tarifbindung. Ein tarifgebundenes Unternehmen zahlt nach dem Gehaltstarifvertrag des Bundeslandes, viele kleinere Händler tun das nicht. Frag im Bewerbungsgespräch danach.

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Branche, Bundesland und Tarifbindung im Einzelhandel führen zu unterschiedlichen Werten.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Samstage sind Arbeitstage, und im Weihnachtsgeschäft wird es eng mit dem Urlaub.
  • Du stehst fast die ganze Schicht und schleppst Ware.
  • Kunden sind nicht immer freundlich, und du bleibst es trotzdem.
  • Die Personaldecke ist in vielen Filialen dünn. Krankheitsvertretung fällt oft auf dich zurück.

Besser als sein Ruf

  • Der Einzelhandel bildet in fast jedem Ort aus. Du musst für diese Ausbildung nirgendwo hinziehen.
  • Der Weg zur Führungskraft ist kurz: Substitut nach ein bis zwei Jahren ist realistisch.
  • Der Handelsfachwirt ist dem Bachelor formal gleichgestellt und lässt sich berufsbegleitend machen.
  • Du lernst Warenwirtschaft, Kalkulation und Personalführung. Das kann man auch außerhalb des Handels gebrauchen.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne berätst und unterschiedliche Produkte kennenlernst
  • du auch in lebhaften Situationen freundlich bleibst
  • du Warenpräsentation und Zahlen verbinden möchtest
  • du Samstagsarbeit grundsätzlich akzeptierst
  • Organisation
  • Kommunikation

Nicht sicher?

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Substitut/in und Abteilungsleitung

    Der erste Schritt nach der Ausbildung. Du übernimmst eine Abteilung, planst Personal, verantwortest Umsatz und Warenbestand.

  • Handelsfachwirt/in

    Eine Aufstiegsfortbildung, berufsbegleitend oder in Vollzeit. Danach stehen Filialleitung, Einkauf und Vertrieb offen, und die Fortbildung ist dem Bachelor formal gleichgestellt.

  • Einkauf und Category Management

    Wer entscheidet, was im Regal liegt, arbeitet in der Zentrale statt in der Filiale. Dafür brauchst du Zahlenverständnis und Verhandlungsgeschick.

  • Eigene Filiale oder Franchise

    Viele Handelsketten vergeben Filialen an selbstständige Partner. Der Weg dorthin führt über Filialleitung und mehrere Jahre Erfahrung.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Wer die zweijährige Verkäuferausbildung abgeschlossen hat, kann direkt ins dritte Jahr der Kaufmannsausbildung einsteigen. Beide Ordnungen sind aufeinander abgestimmt.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Kaufmann/-frau im Einzelhandel?

In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben bei rund 1.090 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung richtet sich das Gehalt im tarifgebundenen Einzelhandel nach dem Gehaltstarifvertrag des jeweiligen Bundeslandes.

Was ist der Unterschied zwischen Kaufmann/-frau im Einzelhandel und Verkäufer/in?

Die Verkäuferausbildung dauert zwei Jahre, die Kaufmannsausbildung drei. Das dritte Jahr bringt Warenwirtschaft, Kalkulation, Personal und Marketing dazu und ist die Voraussetzung für Führungsaufgaben.

Muss ich am Wochenende arbeiten?

Samstags fast immer. Sonntags nur an verkaufsoffenen Tagen und in Ausnahmebereichen wie Bahnhöfen und Flughäfen.

Stehe ich nur an der Kasse?

Nein. Warenannahme, Bestellung, Inventur, Preisauszeichnung, Beratung und Reklamationen gehören dazu. Im dritten Jahr kommt der kaufmännische Teil hinzu.

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