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Kaufmann/-frau - E-Commerce

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Du betreibst Onlineshops und Marktplätze an der Schnittstelle von Sortiment, Marketing, Logistik, Kundenservice und Daten. Du entscheidest mit, wie Produkte online gefunden, gekauft und geliefert werden.

Onlinehandel, Daten & Marketing

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 940–1.120 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Produkte und Dienstleistungen online präsentieren

  • Sortimente, Preise und Verfügbarkeiten pflegen

  • Bestellungen, Zahlungen und Retouren koordinieren

  • Onlinemarketing und Kampagnen planen

  • Kundenanfragen über digitale Kanäle bearbeiten

  • Verkaufs-, Nutzungs- und Kundendaten auswerten

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Produkte und Dienstleistungen online präsentieren; Sortimente, Preise und Verfügbarkeiten pflegen; Bestellungen, Zahlungen und Retouren koordinieren. Später kommen hinzu: Onlinemarketing und Kampagnen planen; Kundenanfragen über digitale Kanäle bearbeiten; Verkaufs-, Nutzungs- und Kundendaten auswerten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Handelsunternehmen, Onlineshops, Herstellerbetrieben, Touristik-, Logistik- oder Dienstleistungsunternehmen mit digitalem Vertrieb.

Ein Tag als Kaufmann/-frau - E-Commerce

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 8:00 Uhr

    Kennzahlen von gestern durchgehen: Bestellungen, Abbrüche, Retourenquote.

  2. 9:30 Uhr

    Neue Artikel einpflegen.

    Bilder, Beschreibung, Kategorien, Preis. Was schlecht beschrieben ist, wird nicht gefunden.

  3. 11:30 Uhr

    Ein Marktplatz meldet Fehler in der Datenanlieferung.

    Ursache suchen, korrigieren, neu übertragen.

  4. 13:30 Uhr

    Abstimmung mit dem Lager.

    Ein Artikel ist überverkauft, und jemand muss die Kunden informieren.

  5. 15:00 Uhr

    Aktion für die kommende Woche vorbereiten: Rabattlogik, Landingpage, Newsletter.

  6. 16:30 Uhr

    Kundenanfragen abarbeiten, die der Service nicht allein klären konnte.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Handel und Handwerk

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: mittlerer Abschluss, Fachabitur oder Abitur. Hilfreich sind besonders Informatik, Wirtschaft/Recht, Deutsch, Mathematik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.

  • Onlineshops und Marktplätze bewirtschaften
  • Sortimente und Produktdaten gestalten
  • Onlinevertrieb und Bezahlsysteme organisieren
  • Kundenkommunikation und Retouren bearbeiten
  • Onlinemarketing und Werbung einsetzen
  • Kennzahlen, Nutzerverhalten und Kosten auswerten
  • Datenschutz, Verbraucherrecht und IT-Sicherheit beachten
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

940–1.120 €

2. Ausbildungsjahr

1.000–1.250 €

3. Ausbildungsjahr

1.150–1.390 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.500–3.000 € brutto im Monat

Mit Spezialisierung oder Teamverantwortung

ca. 3.200–4.200 € brutto im Monat

Die Spanne ist groß, weil die Betriebe es sind. Ein großer Onlinehändler zahlt anders als ein Familienbetrieb mit angeschlossenem Shop. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und danach, wie groß das Team ist, in dem du arbeitest.

Beispielhafte Vergütungsspanne 2026, brutto pro Monat

Bundesland, Handelsbranche und Tarifbindung bestimmen den konkreten Wert.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Bildschirmarbeit den ganzen Tag, und ein großer Teil davon ist Datenpflege.
  • Kennzahlen sind gnadenlos. Wenn eine Aktion nicht läuft, sieht es jeder im Bericht.
  • Saisongeschäft heißt Stress in Wellen. Vor Weihnachten und an Aktionstagen wird es eng.
  • Der Beruf ist jung, und nicht jeder Betrieb weiß genau, was er dir beibringen soll.

Besser als sein Ruf

  • Was du machst, wirkt sofort: Eine geänderte Beschreibung kann am selben Tag den Umsatz bewegen.
  • Der Beruf ist gesucht. Fast jeder Händler verkauft inzwischen auch online.
  • Du arbeitest zwischen Handel, Marketing und IT und kannst dich später in jede dieser Richtungen bewegen.
  • Homeoffice ist in diesem Beruf häufiger möglich als in fast jeder anderen Handelsausbildung.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Handel, Marketing und digitale Systeme verbinden möchtest
  • du Daten nutzt, um Angebote zu verbessern
  • du verständliche Produktinformationen formulieren kannst
  • du Kundenservice und wirtschaftliche Ziele zusammenbringst
  • Organisation
  • Computer & IT
  • Kommunikation

Nicht sicher?

Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Onlinemarketing und Performance

    SEA, SEO, Newsletter, Social Ads: Wer messbar Reichweite und Umsatz bringt, wird in jedem Shop gebraucht und kann sich früh spezialisieren.

  • Shopmanagement und Sortiment

    Du verantwortest ein Sortiment im Shop: Preise, Beschreibungen, Verfügbarkeit, Marktplatzanbindung. Das ist die Brücke zwischen Einkauf und Technik.

  • Fachwirt/in E-Commerce oder Handelsfachwirt/in

    Aufstiegsfortbildungen, berufsbegleitend machbar. Danach führst du ein Team oder verantwortest einen Kanal.

  • Wechsel in Analyse und Datenauswertung

    Onlinehandel läuft über Kennzahlen. Wer mit Auswertungswerkzeugen umgehen kann, arbeitet an der Schnittstelle zwischen Handel und IT.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Kaufmann/-frau im E-Commerce wurde 2018 eingeführt und war damit der erste neue kaufmännische Ausbildungsberuf seit Jahren, der ausdrücklich für den Onlinehandel geschaffen wurde.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Kaufmann/-frau im E-Commerce?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung meist zwischen rund 940 und 1.120 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung hängt der Verdienst stark von der Größe des Unternehmens ab; große Onlinehändler zahlen deutlich mehr als kleine Shops.

Was macht ein/e Kaufmann/-frau im E-Commerce?

Du betreust Onlineshops und Marktplätze: Sortiment pflegen, Beschreibungen und Bilder einstellen, Preise setzen, Bestellungen und Retouren steuern, Kennzahlen auswerten und Marketingaktionen begleiten.

Muss ich programmieren können?

Nein. Du arbeitest mit Shopsystemen, Warenwirtschaft und Auswertungswerkzeugen. Technisches Verständnis hilft, Programmieren ist nicht die Aufgabe.

Wie neu ist dieser Beruf?

Er wurde 2018 eingeführt und ist damit einer der jüngsten kaufmännischen Ausbildungsberufe.

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  • Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation

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