Holz- und Bautenschützer/in
Sanierung, Holzschutz & Bauwerk
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.078 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Ausbau & Gebäudetechnik
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Holz- und Bauwerksschäden untersuchen
-
Feuchte, Befall und Schadensursachen messen
-
befallene oder geschädigte Bereiche vorbereiten
-
Holzschutz- und Bautenschutzverfahren anwenden
-
Abdichtungen, Beschichtungen und Injektionen herstellen
-
Sanierung dokumentieren und Schutzwirkung kontrollieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Du prüfst Gebäude, Material und sichtbare Schäden und misst Feuchte oder Befallsmerkmale. Danach grenzt du die Ursache ein und sicherst den Arbeitsbereich. Je nach Fachrichtung entfernst du geschädigtes Holz, behandelst Bauteile, dichtest Flächen ab oder setzt Injektions- und Beschichtungsverfahren ein. Schutzmittel und Geräte werden genau dosiert und kontrolliert. Zum Abschluss prüfst und dokumentierst du die Maßnahme.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Holz- und Bautenschutzunternehmen, Sanierungsbetrieben, Denkmalpflege, Schädlingsbekämpfung oder Bauwerksabdichtung. Arbeitsorte sind Gebäude, Keller, Dachwerke und Baustellen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:30 Uhr
Ortstermin im Altbau: Feuchte messen, Salzbelastung prüfen, Ursache suchen.
-
9:30 Uhr
Befall im Dachstuhl beurteilen: Welcher Schädling, wie weit ist er?
-
11:00 Uhr
Befallenes Holz ausbauen und ersetzen, Anschlüsse zimmermannsmäßig herstellen.
-
13:30 Uhr
Bohrlöcher setzen und Horizontalsperre injizieren.
-
15:30 Uhr
Sanierputz aufziehen, damit die Wand austrocknen kann.
-
17:00 Uhr
Bericht schreiben.
Ohne Dokumentation gibt es keine Gewährleistung.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in Industrie und Handwerk
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Chemie, Biologie.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Fachrichtungen
Holzschutz konzentriert sich auf tierischen und pflanzlichen Befall sowie vorbeugende Maßnahmen. Bautenschutz behandelt Feuchte, Abdichtung, Beschichtung und mineralische Bauteile.
– Holzschutz
– Bautenschutz
- Schäden an Holz und Bauwerken erkennen
- Feuchte, Pilze und Insekten beurteilen
- Arbeitsbereiche sichern und vorbereiten
- Holzschutzverfahren fachgerecht anwenden
- Abdichtungen, Injektionen und Beschichtungen herstellen
- Gefahrstoffe und Umweltauflagen beachten
- eine der beiden Fachrichtungen vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1078 €
2. Ausbildungsjahr
1274 €
3. Ausbildungsjahr
1510 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.600–3.100 € brutto im Monat
Mit Sachkunde oder Meisterbrief
ca. 3.400–4.500 € brutto im Monat
Die Sätze richten sich nach Tarif oder betrieblicher Regelung. Sanierungsbetriebe zahlen für Fachkräfte mit Nachweisen deutlich mehr.
Tarifliche Branchenorientierung Bau- und Sanierungshandwerk 2025, veröffentlicht 2026
Die Werte dienen als Branchenorientierung. Der konkrete Ausbildungsbetrieb kann nach einem anderen Tarif oder betrieblich vergüten.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Feuchte Keller, staubige Dachstühle, Schimmel: keine schönen Arbeitsplätze.
- Chemische Mittel verlangen Sachkunde und strengen Schutz.
- Du kommst, wenn es schon schlimm ist, und die Kundschaft ist entsprechend angespannt.
- Ursachensuche kann dauern, und falsch gedeutet saniert man am Problem vorbei.
Besser als sein Ruf
- Sehr kleines Gewerk mit hoher Nachfrage und guten Preisen.
- Detektivarbeit am Gebäude: Messen, deuten, entscheiden.
- Alte Häuser stehen zu lassen statt abzureißen ist gelebter Substanzerhalt.
- Der Weg über Sachkunde und Meister ist klar und lohnt sich finanziell.
Passt zu dir, wenn …
- du Schäden systematisch untersuchen möchtest
- du Bauhandwerk und Materialkunde verbinden kannst
- du auch in engen, staubigen oder feuchten Bereichen arbeitest
- du Schutzmittel und Sicherheitsregeln genau einhältst
- Handwerk
- Körperliche Arbeit
- Arbeiten draußen
Nicht sicher?
Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.
Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
-
Meister/in im Holz- und Bautenschutzgewerbe
Der Meisterbrief führt zum eigenen Betrieb in einem sehr kleinen, gut ausgelasteten Gewerk.
-
Sachverständigenwesen
Feuchte- und Schimmelschäden zu begutachten ist eine Fortbildung mit eigener Anerkennung.
-
Bauwerkstrockenlegung
Nachträgliche Horizontalsperren und Injektionsverfahren sind ein technisch anspruchsvolles Fachgebiet.
-
Schädlingsbekämpfung am Bau
Holzzerstörende Insekten und Pilze zu bekämpfen verlangt Sachkunde und ist oft Voraussetzung für Aufträge.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Der Echte Hausschwamm kann Wasser über Meter transportieren und dadurch trockenes Holz selbst befeuchten. Deshalb reicht es nicht, das befallene Bauteil zu tauschen: Saniert wird mit einem Sicherheitsabstand weit über den sichtbaren Befall hinaus.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Holz- und Bautenschützer/in?
Du rettest Bausubstanz: Befall durch Pilze und Insekten feststellen und bekämpfen, Holzbauteile sanieren, feuchte Wände trockenlegen, Abdichtungen und Schutzbeschichtungen aufbringen.
Welche Fachrichtungen gibt es?
Holzschutz und Bautenschutz. Der Holzschutz kümmert sich um Befall und vorbeugende Maßnahmen, der Bautenschutz um Feuchte, Abdichtung und mineralische Bauteile.
Wie viel verdient man als Holz- und Bautenschützer/in?
In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.078 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Bauhandwerke, mit Sachkunde darüber.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Drei Jahre.
Ähnliche Berufe
-
Ausbau & Gebäudetechnik
Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten
-
Landwirtschaft, Natur & Tiere
Schädlingsbekämpfer/in
Probier es einfach aus
Fünf Minuten, und du hast eine Richtung. Du kannst es so oft machen, wie du willst, und wir speichern nichts, was auf dich zurückführt.
Passenden Beruf findenIhr Unternehmen bildet Holz- und Bautenschützer/in aus?
Zeigen Sie sich hier den passenden Bewerbern aus Ihrer Region, kostenlos.