Fluggerätelektroniker/in
Luftfahrt, Elektronik & Sicherheit
- Dauer
- 42 Monate
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.268 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Fahrzeugtechnik
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
elektrische und elektronische Baugruppen nach Unterlagen montieren
-
Kabelbäume, Leitungen, Sensoren und Geräte installieren
-
Avionik-, Kommunikations- und Navigationssysteme prüfen
-
Mess- und Diagnosesysteme bei Störungen einsetzen
-
Softwarestände und Systemkonfigurationen kontrollieren
-
Arbeiten nach Luftfahrtnormen dokumentieren und freigabefähig vorbereiten
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Du prüfst Arbeitsauftrag, Flugzeugtyp und technische Unterlagen. An einem geöffneten Bereich montierst du Leitungen, Sensoren oder elektronische Geräte und sicherst jede Verbindung gegen Vibration. Danach führst du Messungen und Systemtests durch und vergleichst Anzeigen mit den Sollwerten. Bei einer Störung grenzt du elektrische, elektronische und digitale Ursachen Schritt für Schritt ein. Zum Schluss dokumentierst du Bauteile, Messwerte und ausgeführte Arbeiten lückenlos.
Wo du arbeitest
Du arbeitest bei Flugzeugherstellern, Instandhaltungsbetrieben, Fluggesellschaften, Zulieferern oder Behörden. Arbeitsorte sind Hangars, Werkstätten, Prüffelder und das Luftfahrzeug selbst.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:00 Uhr
Schichtübernahme und offene Meldungen aus dem Flugbetrieb durchgehen.
-
7:00 Uhr
Fehlersuche an einem Navigationssystem.
Der Fehler tritt nur in der Luft auf, und das macht es nicht leichter.
-
10:00 Uhr
Kabelbaum prüfen.
Durchgang messen, Stecker kontrollieren, Scheuerstellen suchen.
-
12:30 Uhr
Gerät tauschen und Softwarestand aktualisieren, alles nach Handbuch.
-
14:00 Uhr
Funktionsprüfung im Vier-Augen-Prinzip und Freigabe vorbereiten.
-
15:30 Uhr
Dokumentation und Übergabe.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Industrie
42 Monate
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss, Fachabitur oder Abitur ein. Hilfreich sind besonders Physik, Mathematik, Informatik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Einsatzgebiete
Das Einsatzgebiet bestimmt, an welchen Luftfahrzeugen du besonders viel Praxis sammelst. Der gemeinsame Berufsabschluss bleibt derselbe.
– Flugzeuge mit Kolbentriebwerk
– Flugzeuge mit Turbinentriebwerk
– Hubschrauber mit Kolbentriebwerk
– Hubschrauber mit Turbinentriebwerk
- elektrische Grundlagen und Luftfahrtsysteme verstehen
- Kabel, Steckverbindungen und elektronische Baugruppen bearbeiten
- Avioniksysteme installieren, einstellen und prüfen
- digitale Mess- und Diagnosetechnik anwenden
- Fehler systematisch eingrenzen und beheben
- Luftfahrtvorschriften, Qualität und Fremdkörperkontrolle einhalten
- in betrieblichen Einsatzgebieten an Flugzeugen oder Hubschraubern vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1268 €
2. Ausbildungsjahr
1323 €
3. Ausbildungsjahr
1378 €
4. Ausbildungsjahr
1431 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 3.000–3.600 € brutto im Monat
Mit Freigabeberechtigung und Musterberechtigungen
ca. 4.200–5.600 € brutto im Monat
Die Luftfahrt ist stark tarifgebunden, Schicht- und Nachtzuschläge kommen dazu. Avionik-Lizenzen sind knapp und werden entsprechend vergütet. Frag im Bewerbungsgespräch, welche Lizenzwege der Betrieb unterstützt.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Die Werte sind bundesweite tarifliche Durchschnittswerte. Region, Branche und Tarifbindung können zu Abweichungen führen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit, weil an Flugzeugen gearbeitet wird, wenn sie am Boden stehen.
- Fehler in Bordsystemen sind oft sporadisch. Suchen kann Stunden dauern und trotzdem ergebnislos bleiben.
- Die Dokumentationspflichten sind streng, und ein Großteil der Zeit geht in Nachweise.
- Enge Arbeitsräume und Lärm auf dem Vorfeld.
Besser als sein Ruf
- Vergütung und Einstiegsgehalt liegen weit über dem Durchschnitt.
- Die Lizenzen sind europäisch geregelt und international anerkannt.
- Avionik ist ein hochtechnisches Feld mit dauerhaftem Fachkräftemangel.
- Große, tarifgebundene Betriebe mit Betriebsrat und geregelten Bedingungen.
Passt zu dir, wenn …
- du Elektronik und Luftfahrt gleichermaßen spannend findest
- du auch bei vielen Leitungen und Signalen sehr genau bleibst
- du komplexe Fehler logisch eingrenzen kannst
- du Schichtarbeit, Sicherheitskontrollen und klare Dokumentation akzeptierst
- Technik
- Mathematik
- Computer & IT
- Genauigkeit
- Analytisches Denken
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Freigabeberechtigung nach Part-66
Auch für Avionik gibt es die europäisch geregelte Lizenz. Sie ist der wichtigste Karriereschritt und braucht nachgewiesene Praxis.
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Spezialisierung auf Avionik-Systeme
Navigation, Kommunikation, Autopilot, Flugdatenrechner: Jedes System ist eine eigene Welt, und wer eines beherrscht, wird gezielt dafür eingeteilt.
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Prüf- und Messtechnik
Fehler in Bordsystemen sind selten sichtbar. Wer messen und eingrenzen kann, bekommt die Fälle, die niemand sonst löst.
-
Techniker/in oder Studium Luftfahrttechnik
Über Fachschule oder Studium kommst du in Entwicklung, Zulassung und Instandhaltungsplanung.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Ein Verkehrsflugzeug enthält viele Kilometer Kabel. Ein Teil der Fehlersuche in diesem Beruf besteht darin, in diesem Netz die eine Scheuerstelle zu finden, die nur bei Vibration Kontakt verliert.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Fluggerätelektroniker/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Luftfahrtbetrieben bei rund 1.270 € im ersten Jahr und damit deutlich über dem Durchschnitt. Nach der Ausbildung steigt der Verdienst mit jeder Lizenz und Musterberechtigung.
Was ist der Unterschied zwischen Fluggerätelektroniker/in und Fluggerätmechaniker/in?
Du arbeitest an Bordsystemen: Avionik, Verkabelung, Navigation, Kommunikation. Der Mechaniker arbeitet an Struktur, Mechanik, Hydraulik und Triebwerken.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Muss ich fliegen können?
Nein. Du arbeitest am Boden. Manche Betriebe bieten Mitflüge bei Prüfflügen an, gefordert wird das nicht.
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