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Elektroniker/in – Gebäudesystemintegration

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Du machst Gebäude intelligent und vernetzt. Du integrierst Beleuchtung, Heizung, Klima, Sicherheit, Energie und Kommunikation in ein gemeinsames System, programmierst Funktionen und erklärst den Nutzern die Bedienung.

Smart Building, Handwerk & Vernetzung

Dauer
42 Monate
Vergütung im 1. Jahr
ab 724 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Berufsfeld
Elektro
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Kundenwünsche und vorhandene Gebäudetechnik analysieren

  • Sensoren, Aktoren, Gateways und Bediengeräte montieren

  • unterschiedliche Gewerke über Bussysteme und Netzwerke verbinden

  • Automationen und Benutzeroberflächen programmieren

  • Datenschutz, IT-Sicherheit und Energieeffizienz prüfen

  • Systeme testen, dokumentieren und Nutzer einweisen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Du besprichst mit dem Kunden, welche Gebäudefunktionen automatisiert werden sollen. Danach prüfst du die Systeme der beteiligten Gewerke, montierst Komponenten und verbindest sie über Bus, Netzwerk oder Funk. In der Software legst du Regeln, Szenen und Benutzerrechte an. Bei der Inbetriebnahme testest du alle Funktionen gemeinsam mit Heizung, Klima, Sicherheit oder Beschattung. Du dokumentierst die Anlage, sicherst Konfigurationen und erklärst dem Nutzer, wie Bedienung und Datenschutz funktionieren.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Betrieben des Elektrohandwerks, bei Gebäudeautomations- und Smart-Home-Spezialisten oder Systemintegratoren. Einsatzorte sind Wohn-, Gewerbe- und Zweckgebäude.

Ein Tag als Elektroniker/in – Gebäudesystemintegration

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:30 Uhr

    Planungsbesprechung.

    Heizung, Lüftung und Elektro haben unterschiedliche Vorstellungen von derselben Schnittstelle.

  2. 9:00 Uhr

    Datenpunktliste pflegen.

    Jeder Sensor und jeder Aktor bekommt seinen Platz im System.

  3. 11:00 Uhr

    Baustelle: Buskabel prüfen, Geräte adressieren, erste Funktionen testen.

  4. 13:30 Uhr

    Programmierung der Automationsstation: Regelungen, Zeitprogramme, Störmeldungen.

  5. 15:00 Uhr

    Funktionsprüfung mit dem Lüftungsbauer.

    Erst zusammen zeigt sich, ob es passt.

  6. 16:30 Uhr

    Dokumentation und Anlagenbuch fortschreiben.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung im Elektrohandwerk

    42 Monate

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Informatik, Physik, Mathematik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der Betrieb prägt, ob du stärker an Smart Homes, großen Zweckgebäuden, Energiemanagement oder Sicherheitssystemen arbeitest.

  • gewerkeübergreifende Gebäudesysteme planen
  • Netzwerke, Bussysteme und Funklösungen einrichten
  • Sensoren, Aktoren und Gateways installieren
  • Automationsfunktionen und Visualisierungen programmieren
  • Energie-, Komfort- und Sicherheitsfunktionen integrieren
  • IT-Sicherheit und Datenschutz umsetzen
  • Systeme in Betrieb nehmen, optimieren und Kunden schulen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

mind. 724 €

2. Ausbildungsjahr

mind. 854 €

3. Ausbildungsjahr

mind. 977 €

4. Ausbildungsjahr

mind. 1.014 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat

Mit Planungs- oder Inbetriebnahmeerfahrung

ca. 3.700–4.900 € brutto im Monat

Der Beruf sitzt an einer Stelle, an der es fast keine Fachkräfte gibt, und das wirkt sich aus. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und danach, mit welchen Bussystemen der Betrieb arbeitet.

Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat

Tarifverträge und betriebliche Regelungen können deutlich höhere Beträge vorsehen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Du arbeitest zwischen mehreren Gewerken, und jedes hat eigene Termine und eigene Interessen.
  • Fehler zeigen sich erst im Zusammenspiel, oft spät und unter Zeitdruck.
  • Der Beruf ist jung, und nicht jeder Betrieb weiß genau, was er dir beibringen soll.
  • Ein Teil der Arbeit ist Dokumentation, und die ist umfangreich.

Besser als sein Ruf

  • Fachkräfte für Gebäudeautomation fehlen überall, und das ist eine sehr gute Verhandlungsposition.
  • Der Beruf verbindet Elektrotechnik, Programmierung und Planung.
  • Du siehst dein Ergebnis als Gebäude, das sich selbst regelt.
  • Energiemanagement wird durch Vorschriften und Kosten dauerhaft wichtiger.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Elektrotechnik und IT miteinander verbinden möchtest
  • du gerne komplexe Systeme übersichtlich machst
  • du Kundenwünsche in technische Funktionen übersetzen kannst
  • du bei Schnittstellen und Fehlersuche geduldig bleibst
  • Technik
  • Computer & IT

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Planung von Gebäudeautomation

    Aus einem Gebäudekonzept ein technisches System machen: Gewerke abstimmen, Schnittstellen festlegen, Datenpunkte planen. Der anspruchsvollste Teil des Berufs.

  • Meister/in im Elektrotechniker-Handwerk

    Der Handwerksweg zur Betriebsführung und zur Ausbildungsberechtigung.

  • Energiemanagement im Gebäude

    Verbräuche erfassen, auswerten und Anlagen danach fahren. Ein Feld, das durch Energiepreise und Vorschriften stark wächst.

  • Inbetriebnahme großer Objekte

    Krankenhäuser, Rechenzentren, Verwaltungsgebäude: Wer solche Anlagen einfährt, arbeitet an Projekten mit hohem Anspruch.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Der Beruf wurde 2021 neu geschaffen. Er ist eine Antwort darauf, dass Gebäudetechnik nicht mehr gewerkeweise, sondern als vernetztes System geplant wird.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung meist zwischen rund 720 und 1.100 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg im Bereich des Elektrohandwerks; mit Planungserfahrung steigt er deutlich.

Was macht ein/e Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration?

Du planst und vernetzt die Technik eines Gebäudes zu einem System: Heizung, Lüftung, Beleuchtung, Beschattung, Zutritt und Sicherheit werden über Bussysteme verbunden, programmiert und in Betrieb genommen.

Was ist der Unterschied zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik?

Der Gebäudetechniker installiert und schließt an. Du planst das Zusammenspiel der Gewerke, programmierst die Automation und nimmst das Gesamtsystem in Betrieb.

Wie neu ist der Beruf?

Er wurde 2021 eingeführt, weil Gebäudetechnik zunehmend als vernetztes System geplant wird und nicht mehr als Summe einzelner Gewerke.

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