Bühnentänzer/in
Bühne, Musik & darstellende Kunst
- Dauer
- 4 Jahre
- Finanzierung
- Meist ohne Vergütung
- Ausbildungsart
- Schulische Ausbildung
- Berufsfeld
- Medien & Gestaltung
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Technik, Stimme, Körper oder Instrument täglich trainieren
-
Rollen, Programme oder Darbietungen erarbeiten
-
Proben mit Ensemble und Leitung durchführen
-
Ausdruck, Timing und Präsenz verfeinern
-
Aufführungen und Prüfungen vorbereiten
-
eigene Entwicklung dokumentieren und Feedback umsetzen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um klassischer und zeitgenössischer Tanz, Proben und Bühnenpraxis, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest an Bühnen, Theatern, Orchestern, Kirchen, Studios, Schulen, Ensembles oder als freischaffende künstlerische Fachkraft.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
9:30 Uhr
Morgentraining.
Täglich, ohne Ausnahme.
-
11:00 Uhr
Probe: neue Choreografie einstudieren.
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14:00 Uhr
Physiotherapie oder Kräftigung.
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16:00 Uhr
Bühnenprobe mit Licht und Kostüm.
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19:30 Uhr
Vorstellung.
-
22:30 Uhr
Regeneration, Kühlen, Dehnen.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
landesrechtlich geregelt
vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
meist 24–48 Monate; schulabhängig
Lernorte: staatliche oder private Berufsfachschule, Konservatorium, Akademie und Bühne
Praxisanteil: tägliches Training, Proben, Aufführungen und öffentliche Präsentationen
-
Zugang und Voraussetzungen
Der Zugang läuft über die Schule. Dazu kommt eine Aufnahmeprüfung, ein Vorspiel, ein Eignungstest oder eine Mappe mit künstlerischen Arbeiten.
Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.
Abschluss: schulischer beziehungsweise staatlich anerkannter künstlerischer Berufsabschluss; schulabhängig
-
Ausbildungsvarianten
Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.
- künstlerische Grundlagen und Technik trainieren
- Körper, Stimme, Instrument oder Ausdruck entwickeln
- Werke, Rollen oder Choreografien interpretieren
- Ensemble- und Probenarbeit gestalten
- Bühnen-, Aufführungs- und Produktionsabläufe verstehen
- Selbstmanagement und Vorsorge lernen
- Prüfungen, Vorspiele oder öffentliche Präsentationen absolvieren
Was die Ausbildung kostet
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
Nach der Ausbildung
Festes Engagement
ab rund 2.400 € brutto im Monat als tarifliche Mindestgage
Mit Erfahrung als Solist
deutlich darüber, je nach Haus und Rolle
Der Normalvertrag Bühne sieht auch für Tanz eine Mindestgage vor. In der freien Szene wird projektweise abgerechnet.
Modell: schulische Ausbildung; öffentliche und private Anbieter Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung Schulgeld: private Schulen können erhebliche Gebühren verlangen; öffentliche Angebote sind häufig günstiger oder schulgeldfrei Förderung: Schüler-BAföG oder weitere Förderung kann abhängig von Schule und Anerkennung möglich sein
Vor Vertragsabschluss Kosten, staatliche Anerkennung und Förderfähigkeit genau prüfen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Keine Vergütung während der Ausbildung, oft hohes Schulgeld.
- Die Karriere ist körperlich begrenzt und endet früh.
- Verletzungen können eine Laufbahn beenden.
- Abende, Wochenenden und Feiertage sind Arbeitszeit.
Besser als sein Ruf
- Feste Engagements sind tariflich abgesichert und sozialversichert.
- Tanzpädagogik ist ein realistischer und angesehener zweiter Weg.
- Du arbeitest in einem Ensemble, das eng zusammenwächst.
- Der Beruf verlangt und vermittelt eine Disziplin, die überall trägt.
Passt zu dir, wenn …
- du täglich diszipliniert trainierst
- du dich vor Publikum ausdrücken möchtest
- du Kritik als Teil der Entwicklung annimmst
- du unregelmäßige Arbeitszeiten und Konkurrenz akzeptierst
- Kreativität
- Körperliche Arbeit
Nicht sicher?
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Festes Engagement in einer Compagnie
Ein Ensemblevertrag bringt Tarif und Planbarkeit.
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Freie Szene
Projektarbeit mit mehr künstlerischer Freiheit und weniger Sicherheit.
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Tanzpädagogik
Unterrichten ist der häufigste zweite Beruf und wird früh mitgedacht.
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Choreografie
Wer eigene Stücke entwickelt, arbeitet nach der aktiven Zeit weiter.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Die Bühnengenossenschaft und die Häuser haben Übergangshilfen für Tänzerinnen und Tänzer eingerichtet, weil die aktive Zeit früh endet. Der Berufswechsel ist damit kein Scheitern, sondern ein eingeplanter Teil der Laufbahn.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Bühnentänzer/in?
Du tanzt in Produktionen: täglich trainieren, Choreografien einstudieren, proben, mit Choreografie und Ensemble arbeiten, Vorstellungen tanzen.
Wie wird man Bühnentänzer/in?
Über eine Ausbildung an einer Ballett- oder Tanzakademie, meist vier Jahre und mit Aufnahmeprüfung. Begonnen wird in der Regel deutlich vor dem Ausbildungsalter anderer Berufe.
Gibt es eine Ausbildungsvergütung?
Nein. Staatliche Akademien erheben geringe Beiträge, private Schulen deutliches Schulgeld.
Wie lange kann man tanzen?
Die aktive Zeit endet meist zwischen 35 und 40. Deshalb gehört eine zweite Perspektive von Anfang an dazu. Pädagogik, Choreografie oder ein anderer Beruf.
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