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Bootsbauer/in

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Du baust, reparierst und wartest Segel- und Motorboote. Je nach Fachrichtung arbeitest du stärker an Rumpf, Deck und Innenausbau oder an Motoren, Elektrik, Hydraulik und weiteren Bordsystemen. Holz, Kunststoffe und Metall gehören dabei zusammen.

Boote, Handwerk & Technik

Dauer
42 Monate
Vergütung im 1. Jahr
ab 724 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Berufsfeld
Holz
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Bootsrümpfe, Decks und Aufbauten herstellen und reparieren

  • Holz, Metall und Faserverbundwerkstoffe zuschneiden und verbinden

  • Innenausbau, Beschläge, Fenster und Ausrüstung montieren

  • Motoren, Elektrik, Hydraulik und Versorgungssysteme einbauen und warten

  • Oberflächen schleifen, beschichten, lackieren und gegen Wasser schützen

  • Schäden und Störungen prüfen, Reparaturen planen und Kunden beraten

So sieht dein Arbeitsalltag aus

In der Werft prüfst du Auftrag, Zeichnung und Material. Vielleicht laminierst du heute einen Teil des Rumpfes, passt eine Holzeinrichtung an oder reparierst eine beschädigte Oberfläche. Du misst, schneidest, schleifst und montierst – oft an gekrümmten Flächen oder in engen Räumen. In der Fachrichtung Technik kontrollierst du zusätzlich Motor, Batterien, Leitungen, Pumpen, Hydraulik oder Rigg. Bei Reparaturen suchst du zuerst nach der Ursache und dokumentierst, welche Arbeiten nötig sind. Manche Einsätze finden direkt in einer Marina oder an Bord statt.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Bootsbau-, Service- und Reparaturwerkstätten, auf Werften, in Marinas oder bei Herstellern von Booten und maritimer Ausrüstung. Arbeitsorte sind Werkhallen, Werkstätten, Freigelände und Boote im oder am Wasser.

Ein Tag als Bootsbauer/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:00 Uhr

    Halle aufschließen.

    Der Rumpf von gestern ist ausgehärtet, du prüfst die Laminatschicht.

  2. 8:30 Uhr

    Schablonen anzeichnen und Bauteile zuschneiden.

    Am Boot ist fast nichts rechtwinklig.

  3. 11:00 Uhr

    Laminieren.

    Harz hat eine Topfzeit, und die wartet nicht auf die Mittagspause.

  4. 13:00 Uhr

    Innenausbau: Schotten setzen, Beschläge montieren, Leitungen ziehen.

  5. 15:00 Uhr

    Motoreinbau und Ausrichtung der Welle.

    Ein Millimeter Versatz kostet später ein Lager.

  6. 16:30 Uhr

    Werkzeug reinigen, Harzreste entsorgen, Halle absaugen.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Handwerk und Industrie

    42 Monate

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Viele Betriebe stellen Jugendliche mit mittlerem Abschluss ein. Werken/Technik, Physik und Mathematik helfen dir bei Konstruktion, Materialien und Bordsystemen.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Ein Praktikum, handwerkliche Erfahrung, räumliches Denken und echtes Interesse an Booten können besonders wichtig sein.

  • Fachrichtungen

    Neu-, Aus- und Umbau konzentriert sich stärker auf Rumpf, Deck, Innenausbau und Oberflächen. In Technik stehen Motor, Elektrik, Energiespeicher, Versorgung, Hydraulik und Rigg im Mittelpunkt.

    – Neu-, Aus- und Umbau

    – Technik

  • technische Zeichnungen, Aufträge und Reparaturpläne nutzen
  • Holz, Metall, Kunststoffe und Faserverbundwerkstoffe bearbeiten
  • Bootsrümpfe, Decks, Aufbauten und Innenausbauten herstellen
  • Oberflächen schützen, beschichten und instand setzen
  • elektrische, elektronische, mechanische und hydraulische Systeme montieren
  • Antriebs-, Rigg-, Ver- und Entsorgungstechnik prüfen und warten
  • Boote transportieren, ein- und auswintern und Kunden einweisen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

mind. 724 €

2. Ausbildungsjahr

mind. 854 €

3. Ausbildungsjahr

mind. 977 €

4. Ausbildungsjahr

mind. 1.014 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.400–2.900 € brutto im Monat

Mit Meisterbrief oder Spezialisierung

ca. 3.100–4.000 € brutto im Monat

Die Werften sind klein und selten tarifgebunden, deshalb ist die Spanne groß. Im Yacht- und Refitbereich wird besser gezahlt als im einfachen Serienbau. Frag im Bewerbungsgespräch nach, wonach sich die Vergütung richtet.

Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat

Je nach Werft, Fachrichtung, Region und Tarifbindung kann die Vergütung deutlich höher liegen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Kunstharz, Staub und Lösungsmittel. Atemschutz und Absaugung sind Pflicht, nicht Empfehlung.
  • Du arbeitest oft in engen Räumen, über Kopf oder in unbequemer Haltung im Rumpf.
  • Die Branche ist saisonal. Im Frühjahr vor dem Wassern ist es voll, im Sommer wird es ruhig.
  • Es gibt wenige Ausbildungsbetriebe, und die liegen fast alle an der Küste oder an großen Seen.

Besser als sein Ruf

  • Du baust etwas Ganzes, und am Ende schwimmt es. Das haben nicht viele Berufe.
  • Der Beruf verbindet Holz, Kunststoff, Metall und Technik. Wer sich nicht festlegen will, ist hier richtig.
  • Ausgebildete Bootsbauer sind selten und werden gesucht, im Refit besonders.
  • Mit dem Meisterbrief steht dir eine eigene Werft offen, und der Servicemarkt wächst mit jedem Boot, das älter wird.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Handwerk, Technik und hochwertige Gestaltung verbinden möchtest
  • du gekrümmte Formen und enge Einbauräume räumlich gut verstehst
  • du sorgfältig mit Holz, Kunststoffen, Lacken und Technik arbeitest
  • du für einen spezialisierten Ausbildungsplatz auch überregional suchen würdest
  • Technik
  • Handwerk
  • Körperliche Arbeit
  • Räumliches Denken

Nicht sicher?

Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Meister/in im Boots- und Schiffbauerhandwerk

    Das Boots- und Schiffbauerhandwerk ist meisterpflichtig. Mit dem Meisterbrief darfst du eine eigene Werft führen, ausbilden und übernimmst Kalkulation und Kundengespräche.

  • Spezialisierung auf Bootstechnik

    Motoren, Antriebe, Bordelektrik, Hydraulik: Die Fachrichtung Technik führt zu Arbeiten, die auf jeder Werft anfallen und für die es zu wenige Leute gibt.

  • Refit und Restaurierung

    Alte Holzboote und Klassiker wieder herzurichten ist ein eigener Markt. Die Arbeit ist langsamer, handwerklicher und wird von Eigentümern gut bezahlt.

  • Techniker/in für Schiffbautechnik

    Über eine Fachschule kommst du in Konstruktion und Arbeitsvorbereitung. Danach planst du Rümpfe und Ausbauten, statt sie zu bauen.

  • Yachtservice im Ausland

    Werften und Servicebetriebe am Mittelmeer und in der Karibik suchen deutschsprachige Fachkräfte. Wer flexibel ist, arbeitet dort saisonweise.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Die Ausbildung kennt zwei Fachrichtungen, und die eine hat mit Holz wenig zu tun: In der Fachrichtung Technik geht es um Motoren, Antriebe, Bordelektrik und Hydraulik.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Bootsbauer/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung meist zwischen rund 720 und 1.050 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg im Bereich anderer Handwerksberufe; wer sich auf Bootstechnik oder Refit spezialisiert, verdient mehr.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Bootsbauer/in?

Dreieinhalb Jahre. Es gibt zwei Fachrichtungen: Neu-, Aus- und Umbau sowie Technik.

Baue ich nur Boote aus Holz?

Nein. Der größte Teil des Bootsbaus arbeitet heute mit glasfaserverstärktem Kunststoff, dazu Aluminium, Stahl und Verbundwerkstoffe. Holz ist der Sonderfall, nicht die Regel.

Muss ich segeln können?

Nein, gefordert wird es nirgends. Wer selbst auf dem Wasser war, versteht allerdings schneller, warum ein Beschlag genau dort sitzt.

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