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Berufskraftfahrer/in

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Du transportierst Güter mit dem Lkw oder beförderst Menschen im Bus. Vor jeder Fahrt kontrollierst du das Fahrzeug, planst den Ablauf und prüfst Ladung oder Gepäck. Unterwegs trägst du viel Verantwortung – für Sicherheit, Termine und das Fahrzeug.

Verkehr, Fahrzeuge & Logistik

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 825–1.270 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Fahrzeuge vor Fahrtbeginn technisch und sicherheitsbezogen kontrollieren

  • Routen, Fahrzeiten, Pausen und Aufträge planen

  • Ladung übernehmen, verteilen und sicher befestigen

  • Fahrgäste, Gepäck oder unterschiedliche Güter sicher transportieren

  • Begleit-, Transport- und Fahrzeugpapiere prüfen

  • Leistungen dokumentieren und bei Störungen oder Unfällen richtig handeln

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Vor der Fahrt gehst du das Fahrzeug systematisch durch: Reifen, Licht, Bremsen, Flüssigkeiten, Sicherheitseinrichtungen und Papiere. Im Güterverkehr prüfst und sicherst du die Ladung. Im Personenverkehr kontrollierst du den Fahrgastraum und bereitest die Route vor. Unterwegs beobachtest du Verkehr, Wetter, Fahrzeuganzeigen und Zeitplan. Du hältst Lenk- und Ruhezeiten ein, kommunizierst mit Disposition oder Fahrgästen und reagierst auf Verzögerungen. Am Ziel begleitest du die Übergabe oder das Aussteigen und dokumentierst die Fahrt.

Wo du arbeitest

Du arbeitest bei Speditionen, Logistikunternehmen, Entsorgern, Busunternehmen, Reiseveranstaltern oder Verkehrsbetrieben. Der Hauptarbeitsplatz ist das Fahrzeug. Dazu kommen Betriebshof, Lager, Werkstatt, Haltestellen und Be- oder Entladestellen.

Ein Tag als Berufskraftfahrer/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 5:00 Uhr

    Abfahrtkontrolle: Reifen, Licht, Bremsen, Ladungssicherung.

  2. 5:30 Uhr

    Erste Etappe.

    Die Lenkzeit läuft, die Route steht.

  3. 9:00 Uhr

    Vorgeschriebene Lenkunterbrechung, danach Entladung am ersten Kunden.

  4. 11:30 Uhr

    Neue Ladung aufnehmen, Papiere prüfen, Ladung sichern.

  5. 14:00 Uhr

    Stau auf der Autobahn.

    Der Termin verschiebt sich, die Disposition wird informiert.

  6. 17:00 Uhr

    Fahrzeug abstellen, Fahrerkarte auslesen, Tour abschließen.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Verkehr und Logistik

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Viele Auszubildende starten mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss. Technik, Mathematik, Physik, Deutsch und Geografie helfen dir bei Fahrzeug, Ladung, Dokumenten und Routen.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Zusätzlich zählen Verantwortungsbewusstsein, Konzentration, Zuverlässigkeit und die gesundheitliche Eignung zum Führen großer Fahrzeuge.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Dein Betrieb prägt den Schwerpunkt – etwa Güterverkehr, Nahverkehr, Fernverkehr, Entsorgung, Linienbus oder Reisebus.

  • Lkw oder Bus sicher, wirtschaftlich und umweltschonend führen
  • Fahrzeuge kontrollieren, pflegen und für den Einsatz vorbereiten
  • Ladung, Gepäck und Fahrgäste sicher übernehmen
  • Ladungssicherung, Gewichtsverteilung und Dokumente prüfen
  • Verkehrs-, Sozial- und Sicherheitsvorschriften anwenden
  • digitale Tachografen, Navigation und Telematik nutzen
  • bei Pannen, Unfällen und Zwischenfällen richtig reagieren
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

ca. 825–1.270 €

2. Ausbildungsjahr

ca. 885–1.333 €

3. Ausbildungsjahr

ca. 977–1.401 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.400–2.900 € brutto im Monat

Im Fernverkehr oder mit Gefahrgutqualifikation

ca. 3.000–3.900 € brutto im Monat

Dazu kommen steuerfreie Spesen, die im Fernverkehr einen spürbaren Teil ausmachen. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung, Nahverkehr oder Fernverkehr und der Spesenregelung.

Beispielwerte 2026 im privaten Verkehrsgewerbe, brutto pro Monat

Die genaue Vergütung hängt von Bundesland, Verkehrsbereich, Betrieb und Tarifvertrag ab.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Lange Sitzzeiten, wenig Bewegung, unregelmäßige Mahlzeiten.
  • Staus, Rampenzeiten und Wartezeiten kosten Nerven und Stunden.
  • Im Fernverkehr Nächte in der Kabine, oft an lauten Rastplätzen.
  • Verantwortung: Vierzig Tonnen verzeihen keinen Sekundenschlaf.

Besser als sein Ruf

  • Die Führerscheine kommen mit der Ausbildung und sind viel Geld wert.
  • Fahrer werden überall gesucht; einen Arbeitsplatz findet man in jeder Region.
  • Viel Eigenverantwortung: Auf der Strecke entscheidest du.
  • Spesen und Zuschläge machen aus einem mittleren Grundlohn ein ordentliches Einkommen.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne unterwegs bist und trotzdem konzentriert bleibst
  • du große Fahrzeuge und Technik magst
  • du selbstständig und sehr verantwortungsvoll arbeitest
  • du mit unregelmäßigen Abläufen, Kunden oder Fahrgästen klarkommst
  • Maschinen
  • Arbeiten draußen
  • Selbstständiges Arbeiten

Nicht sicher?

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Spezialtransporte

    Schwerlast, Tanktransporte oder Gefahrgut sind eigene Qualifikationen mit deutlich besseren Sätzen.

  • Fahrlehrer oder Ausbilder

    Wer weitergibt, was er kann, bildet Nachwuchs aus. Ein Bereich, in dem händeringend Leute gesucht werden.

  • Disposition

    Vom Fahrersitz ins Büro: Wer die Strecke kennt, plant sie besser als jemand, der sie nie gefahren ist.

  • Eigener Fahrbetrieb

    Mit Fachkundeprüfung und Konzession lässt sich ein eigenes Transportunternehmen gründen.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Der digitale Tachograf zeichnet jede Fahrt, jede Pause und jede Lenkunterbrechung auf und speichert sie auf der Fahrerkarte. Bei einer Kontrolle wird nicht gefragt, sondern ausgelesen. Deshalb ist die Pause kein Vorschlag, sondern Teil des Arbeitsplans.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Berufskraftfahrer/in?

Du transportierst Güter oder Personen: Fahrzeug prüfen und beladen, Ladung sichern, Touren fahren, Papiere führen, Lenk- und Ruhezeiten einhalten, Ladung übergeben.

Wie viel verdient man als Berufskraftfahrer/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Branche und Tarif bei rund 825 bis 1.270 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich oder betrieblich geregelt, mit Spesen und Zuschlägen für Fernverkehr.

Bekommt man den Lkw-Führerschein in der Ausbildung?

Ja. Die Führerscheine der Klassen C und CE gehören zur Ausbildung und werden vom Betrieb bezahlt, sonst kosten sie mehrere tausend Euro.

Ist man immer die ganze Woche unterwegs?

Nein. Nah- und Regionalverkehr bedeutet Feierabend zu Hause. Fernverkehr bringt mehr Geld und weniger Wochenenden.

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