Ausbaufacharbeiter/in
Bau, Ausbau & Handwerk
- Dauer
- 2 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.122 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Bau
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Baustellen einrichten, Arbeitsbereiche sichern und Maße aufnehmen
-
Untergründe prüfen und für weitere Arbeiten vorbereiten
-
Baustoffe auswählen, zuschneiden, mischen und verarbeiten
-
je nach Schwerpunkt Wände, Böden, Putze, Estriche, Dämmungen oder Holzteile herstellen
-
Werkzeuge, Geräte und kleinere Baumaschinen sicher einsetzen
-
Arbeitsergebnisse prüfen und notwendige Nachbesserungen ausführen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Wie dein Tag aussieht, hängt stark vom Schwerpunkt ab. Ihr ladet Material und Werkzeug aus, prüft den Untergrund und besprecht, welcher Abschnitt heute fertig werden soll. Danach misst, schneidest, mischst oder montierst du – zum Beispiel Trockenbauplatten, Fliesen, Estrich, Putz, Dämmstoff oder Holzbauteile. Du arbeitest meistens mit anderen auf einer Baustelle. Manche Aufgaben finden in Gebäuden statt, andere draußen oder in einer Werkstatt. Am Ende kontrolliert ihr Maße, Flächen und Anschlüsse, räumt den Arbeitsbereich auf und dokumentiert den Fortschritt.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in handwerklichen oder industriellen Betrieben des Ausbaugewerbes. Je nach Schwerpunkt sind das zum Beispiel Zimmereien, Stuckateur- und Trockenbaubetriebe, Fliesen- oder Estrichunternehmen sowie Isolierbetriebe. Arbeitsorte sind Baustellen in Gebäuden, Baustellen im Freien und teilweise Werkstätten.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:00 Uhr
Material in die Etage bringen.
Platten, Profile, Dämmung, meist über die Treppe.
-
7:30 Uhr
Ständerwerk nach Plan stellen, Anschlüsse und Öffnungen abstimmen.
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10:00 Uhr
Dämmung einbringen und beplanken, Fugen und Anschlüsse sauber ausbilden.
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12:30 Uhr
Absprache mit Elektrik: Dosen und Leerrohre müssen vor der zweiten Lage sitzen.
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14:00 Uhr
Spachteln und Schleifen, Qualitätsstufe nach Vorgabe.
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16:00 Uhr
Aufräumen und Staub absaugen.
Der nächste Gewerk kommt morgen.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung in Handwerk und Industrie
2 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. In der Praxis beginnen viele mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss. Mathe, Werken/Technik und Physik helfen dir beim Messen, Berechnen und Verstehen von Baustoffen.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Auf Baustellen zählen Zuverlässigkeit, körperlicher Einsatz, Lernbereitschaft und sauberes Arbeiten besonders.
-
Schwerpunkte
Seit August 2026 wird einer dieser sechs Schwerpunkte gewählt. Er bestimmt, welche Materialien und Arbeiten in deinem Betrieb besonders häufig vorkommen.
– Zimmererarbeiten
– Stuckateurarbeiten
– Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten
– Estricharbeiten
– Wärme-, Kälte- und Schallschutzarbeiten
– Trockenbauarbeiten
- Arbeitsaufträge übernehmen und Baustellen einrichten
- Zeichnungen lesen, Maße aufnehmen und Materialbedarf berechnen
- Untergründe prüfen und Baustoffe passend auswählen
- Holzbauteile, Putze, Estriche, Fliesenflächen und Trockenbauteile herstellen
- Dämmungen sowie Schall-, Brand- und Wärmeschutz umsetzen
- Maschinen, Geräte und Werkzeuge sicher bedienen
- Umbau-, Rückbau- und Qualitätssicherungsarbeiten durchführen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.122 €
2. Ausbildungsjahr
1.351 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat
Nach dem dritten Jahr im Ausbaugewerk
ca. 3.000–3.700 € brutto im Monat
Es gilt der Tarifvertrag des Bauhauptgewerbes mit bundesweiten Mindestlöhnen. Die Spanne hängt stark davon ab, ob der Betrieb tarifgebunden ist.
Tarifwerte der Bauwirtschaft 2026, brutto pro Monat
Je nach Betrieb, Tarifbindung und Ausbildungsbereich können die tatsächlichen Beträge abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Staub gehört zum Alltag, Absaugung und Maske sind Pflicht und nicht Kür.
- Viel Arbeit über Kopf und auf Knien.
- Enge Terminketten: Andere Gewerke warten auf deine Fläche.
- Zwei Jahre allein sind ein Grundberuf, kein Endpunkt.
Besser als sein Ruf
- Der schnelle Einstieg: Nach zwei Jahren hast du einen Abschluss in der Hand.
- Das dritte Jahr steht dir offen und führt in einen vollen Gesellenberuf.
- Innenausbau läuft auch dann, wenn draußen nicht gebaut werden kann.
- Der Umbau von Bestandsgebäuden ist ein Markt, der eher wächst als schrumpft.
Passt zu dir, wenn …
- du lieber praktisch arbeitest als lange am Schreibtisch zu sitzen
- du körperlich aktiv sein und im Team etwas aufbauen möchtest
- du mit wechselnden Baustellen und Materialien klarkommst
- du bei Maßen, Kanten und Anschlüssen trotzdem genau bleibst
- Handwerk
- Körperliche Arbeit
Nicht sicher?
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Drittes Ausbildungsjahr
Der Beruf ist die zweijährige Grundstufe. Mit dem dritten Jahr wirst du Trockenbaumonteur, Stuckateur, Estrichleger, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer oder Fliesenleger.
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Trockenbau
Wände, Decken, Schallschutz und Brandschutz im Innenausbau: ein großer Markt, in dem viel gebaut und noch mehr umgebaut wird.
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Vorarbeiter und Polier
Wer eine Kolonne führt, plant Material und Reihenfolge und steht zwischen Bauleitung und Baustelle.
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Meister/in im Ausbaugewerk
Nach dem dritten Jahr steht der Meisterweg offen, und damit der eigene Betrieb.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Trockenbauwände können brandschutztechnisch geprüfte Bauteile sein: Welche Platte, welcher Abstand, welche Schraube. Alles steht im Prüfzeugnis. Wer eine Schraube zu weit setzt, ändert nicht die Optik, sondern die Zulassung.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Ausbaufacharbeiter/in?
Du arbeitest im Innenausbau: Trennwände stellen, Decken abhängen, dämmen, putzen, estrichen, Trockenbauflächen spachteln.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter?
Zwei Jahre. Sie ist als Grundstufe angelegt, auf die ein drittes Jahr in einem der Ausbauberufe aufsattelt.
Wie viel verdient man als Ausbaufacharbeiter/in?
In der Ausbildung gilt der Bautarif mit rund 1.120 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst tariflich geregelt im Bereich anderer Bauberufe, mit dem dritten Jahr steigt er weiter.
Lohnt sich das dritte Jahr?
In den meisten Fällen ja: Es macht aus dem Grundberuf einen vollwertigen Gesellenberuf mit Meisterperspektive.
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