Aufbereitungsmechaniker/in
Rohstoffe, Maschinen & Industrie
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 805–1.270 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Metall & Maschinenbau
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Rohstoffe gewinnen, fördern und zur Aufbereitungsanlage transportieren
-
Material zerkleinern, sieben, waschen, sortieren und mischen
-
automatisierte Anlagen starten, steuern und überwachen
-
Proben nehmen und Reinheit, Körnung oder Zusammensetzung prüfen
-
Störungen erkennen und Maschinen instand halten
-
fertige Produkte lagern, wiegen, verladen und für den Versand vorbereiten
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn einer Schicht prüfst du Anzeigen, Messwerte und den Zustand der Anlage. Bei einem Rundgang hörst und siehst du, ob Förderbänder, Brecher, Mühlen oder Siebe sauber laufen. Du nimmst Proben, kontrollierst die Qualität und passt Einstellungen an, wenn das Ergebnis nicht stimmt. Bei einer Störung sicherst du den Bereich, suchst die Ursache und wechselst zum Beispiel ein Verschleißteil aus. Außerdem organisierst du Lagerung und Verladung der fertigen Produkte. Der Wechsel zwischen Leitstand, Anlage, Werkstatt und Außengelände ist typisch.
Wo du arbeitest
Je nach Fachrichtung arbeitest du in Steinbrüchen, Natursteinwerken, Sand- und Kieswerken, Rohstoffbetrieben, keramischen Betrieben oder im Bergbau. Teile der Arbeit finden draußen, andere in Leitständen, Werkhallen oder an großen Aufbereitungsanlagen statt. Lärm, Staub und Schutzkleidung gehören häufig dazu. In länger laufenden Anlagen kann Schichtarbeit vorkommen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:00 Uhr
Anlage vor dem Anfahren begehen: Bänder, Brecher, Siebe prüfen.
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6:30 Uhr
Anlage anfahren, Materialstrom einregeln.
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9:00 Uhr
Probe ziehen: Körnung sieben und bewerten.
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11:00 Uhr
Störung am Brecher: Fremdkörper entfernen, Verschleiß prüfen.
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13:00 Uhr
Wartung: Siebbeläge wechseln, schmieren.
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15:00 Uhr
Bestände aufnehmen und Übergabe schreiben.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Industrie
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Je nach Fachrichtung stellen Betriebe häufig Jugendliche mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Mathematik, Physik und Technik helfen dir besonders.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Viele Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit und ein Praktikum.
-
Fachrichtungen
Die Grundlagen sind in den ersten Ausbildungsjahren ähnlich. Die Fachrichtung bestimmt, mit welchen Rohstoffen, Anlagen und Prüfverfahren du besonders intensiv arbeitest.
– Braunkohle
– feuerfeste und keramische Rohstoffe
– Naturstein
– Sand und Kies
– Steinkohle
- Rohstoffe gewinnen, fördern, lagern und transportieren
- Material zerkleinern, klassieren, sortieren, mischen und dosieren
- automatisierte Aufbereitungsprozesse überwachen und regeln
- Proben nehmen, Siebanalysen durchführen und Ergebnisse auswerten
- technische Zeichnungen, Messwerte und Prozessdaten nutzen
- Maschinen warten, Verschleißteile wechseln und Störungen systematisch beheben
- Umwelt-, Energie- und Sicherheitsvorgaben einhalten
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
ca. 805–1.270 €
2. Ausbildungsjahr
ca. 854–1.355 €
3. Ausbildungsjahr
ca. 1.020–1.433 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat
Mit Anlagenverantwortung oder Schicht
ca. 3.400–4.400 € brutto im Monat
Baustoffbetriebe sind häufig tarifgebunden. Recycling ist ein wachsender Bereich mit guten Aussichten.
Beispielwerte 2026, brutto pro Monat
Die Spanne ist groß, weil Fachrichtung, Branche, Region und Tarifvertrag die Vergütung deutlich beeinflussen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Staub, Lärm und Wetter gehören zum Arbeitsplatz.
- Schichtbetrieb ist in vielen Werken üblich.
- Schwere Verschleißteile wechseln ist körperliche Arbeit.
- Bei Störungen steht die ganze Anlage.
Besser als sein Ruf
- Ohne aufbereitete Rohstoffe gibt es keinen Beton und keine Straße.
- Baustoffrecycling wächst und macht den Beruf zukunftsfest.
- Gute Bezahlung mit Zulagen in tarifgebundenen Werken.
- Große Maschinen und viel Eigenverantwortung an der Anlage.
Passt zu dir, wenn …
- du große Maschinen und technische Abläufe spannend findest
- du Messwerte und kleine Veränderungen aufmerksam beobachtest
- du bei einer Störung ruhig und systematisch vorgehst
- du drinnen und draußen arbeiten möchtest
- Maschinen
- Körperliche Arbeit
- Arbeiten draußen
Nicht sicher?
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Fachrichtung Naturstein und Sand
Kies, Sand und Schotter aufbereiten. Die Grundlage jeder Baustelle.
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Fachrichtung Feuerfeste und keramische Rohstoffe
Rohstoffe für Öfen und Keramik gewinnen und veredeln.
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Anlagenverantwortung
Brecher, Siebe und Waschanlagen selbstständig fahren.
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Industriemeister
Die Aufstiegsfortbildung führt in Schicht- und Betriebsleitung.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Beton braucht nicht eine Korngröße, sondern eine Mischung: Große und kleine Körner müssen sich so ergänzen, dass möglichst wenig Hohlraum bleibt. Die Sieblinie einer Anlage ist deshalb ein Rezept, und Abweichungen ändern die Festigkeit des fertigen Betons.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Aufbereitungsmechaniker/in?
Du machst aus Rohmaterial verwendbare Rohstoffe: Material gewinnen und transportieren, brechen, sieben, waschen und klassieren, Anlagen bedienen und warten, Qualität prüfen.
Wie viel verdient man als Aufbereitungsmechaniker/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb bei rund 805 bis 1.270 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Industrieberufe, mit Schichtzulagen darüber.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Drei Jahre.
Wo arbeitet man?
In Steinbrüchen, Kiesgruben, Aufbereitungsanlagen und Recyclingbetrieben, meist im Freien und in Hallen zugleich.
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